SFB 288, Teilprojekt D6
- Title:
- Spectral theory of gauge-invariant elliptic operators
- Scientist in charge:
- Prof. Dr. Jochen Brüning
- Member:
- Dr. Michael Gruber
- Associated member:
- Dr. Markus Pflaum
Posterpräsentation 1997
Zusammenfassung
Die Spektraltheorie der
Schrödinger-Operatoren mit periodischem
Potential ist ein klassisches Arbeitsfeld der
mathematischen Physik. Auch wenn die
grundsätzlichen Fragen zur Natur des Spektrums
mittlerweile als geklärt betrachtet werden
können, sind doch feinere Fragen, wie die nach
der Anzahl der Lücken im Spektrum
(Bethe-Sommerfeld-Vermutung), immer noch
Gegenstand intensiver Untersuchungen.Nimmt
man, physikalisch gesprochen, periodische
Magnetfelder in die Modellierung auf, so
entsteht eine größere Klasse von Operatoren mit
neuartigen Spektraleigenschaften wie
Eigenwerten unendlicher Vielfachheit
(Landau-Niveaus) oder gar Spektren, die
Cantor-Mengen sind. Diese "magnetischen"
Schrödinger-Operatoren mit "Periodizität"
vertauschen immer noch mit einer Familie von
Isometrien, den sogenannten magnetischen
Translationen, die jedoch nur noch eine
projektive Darstellung des Periodengitters
erzeugen.Man kann sich nun fragen, inwieweit
die bekannten Spektraleigenschaften der
magnetischen Schrödinger-Operatoren
tatsächlich bestimmt sind durch die natürlich mit
dem Problem verknüpften C*-Algebren (in
diesem Fall handelt es sich um die sog.
Rotationsalgebren); diese C*-Algebren treten
ebenso natürlich auf bei der Untersuchung
entsprechender Diskretisierungen (Harpers
Gleichung). Ein Hinweis auf solche
Zusammenhänge ist die Bemerkung von Sunada,
daß die sog. Kadison-Eigenschaft Bandstruktur
des Spektrums zur Folge hat. Die betrachteten
Operatoren ordnen sich so in eine viel größere
Klasse ein, deren systematische Untersuchung
erst ganz am Anfang steht; wir nennen sie
"eichperiodische elliptische Operatoren".Das
geplante Forschungsprojekt hat die
Spektraltheorie dieser Operatoren zum
Gegenstand, soweit sie sich in Termen der
Eichtransformationen darstellen läßt. Es ist zu
hoffen, daß eine neue Perspektive für eine Fülle
bekannter Resultate entwickelt werden kann, die
dann zu einfacher formulierbaren, aber vielleicht
viel weitreichenderen Struktureigenschaften des
Spektrums dieser Operatoren führen wird. Für
diese Untersuchungen wird eine Vielzahl von
Methoden wichtig sein, insbesondere die
Sichtweise der nichtkommutativen
Differentialgeometrie von Alain Connes.
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